Unsere Schule
Für Kinder
Infos und Termine
Die Grundschule Bardowick hat sich dem Regionalen (Integrations-)Konzept angeschlossen. Dies bedeutet, dass sie sich verpflichtet hat, Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten (emotional-soziale Entwicklung) in der Grundschule zu unterrichten anstatt sie (wie früher üblich) in eine Förderschule zu überweisen.
Im Gegenzug erhält die Grundschule Bardowick eine zusätzliche Versorgung mit Förderschul-Lehrkräften (rechnerisch zwei Förderschullehrer-Stunden pro Grundschulklasse). Im Schuljahr 2009/2010 verfügt die Grundschule Bardowick somit über 36 Unterrichtstunden zusätzlich durch Förderschul-Lehrkräfte.
Ziel
Das Ziel besteht darin, Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine besondere Förderung zu gewähren, ohne sie aus ihrer wohnortnahen Schule auszusondern. Erfüllt wird damit auch die neueste UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (im Dezember 2008 von Bundestag und Bundesrat ratifiziert), in der eine gemeinsame Erziehung und Bildung von allen Menschen mit und ohne Behinderung gefordert wird.
Unterstützung vor Ort
Wenn eine Grundschule dem Regionalen (Integrations-)Konzept beitritt, dann sind Förderschul-Lehrkräfte von Anfang vor Ort. Das hat wesentliche Vorteile, zum Beispiel:
- Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten sonderpädagogische Unterstützung von Anfang an.
- Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf müssen nicht in eine Förderschule umgeschult und aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen werden.
- Bildungspolitische Vorgaben wie das Recht auf integrative Beschulung (Niedersächsisches Schulgesetz von 1994, UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung von 2008) werden so zumindest für die Grundschulzeit umgesetzt.
- Schülerinnen und Schüler, die sonderpädagogischen Förderbedarf zu entwickeln scheinen, können sonderpädagogisch gefördert werden – auch ohne einen amtlich anerkannten sonderpädagogischen Förderbedarf.
- Selbst wenn nur kleine Auffälligkeiten in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten festgestellt werden, können vorbeugend zusätzliche Hilfen angeboten werden (Prävention).
- Alle Schüler können gemeinsam lernen, auch wie man mit Schwierigkeiten im Verhalten, im Lernen und mit Schwierigkeiten im Erwerb oder Gebrauch der Sprache umgehen kann.
- Alle Schüler können zusätzliche Unterstützung durch eine zweite Lehrkraft im Unterricht oder durch ergänzende Angebote erhalten, auch wenn kein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde oder zu befürchten ist.
Vielfältige Zusammenarbeit
Die Mitarbeit unserer Förderschul-Lehrkräfte ist vielfältig: Überwiegend arbeiten sie im Grundschulunterricht begleitend mit. Teilweise fördern sie aber auch parallel zum Unterricht kleine Schülergruppen, bieten zusätzliche Förderstunden an und führen klassen- oder jahrgangsübergreifende Förderkurse durch. Sie arbeiten mit Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, bieten den Eltern und Lehrkräften Beratungen an und arbeiten mit außerschulischen Institutionen (z.B. Therapeuten und Ärzten) zusammen.